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Julia Klöckner auf Hof Meerheck

Der Hof Meerheck ist nur auf den ersten Blick ein außergewöhnlicher Ort für den heutigen Termin. In den letzten Wochen haben wir viel über die Innenstadt, neue Gewerbegebiete und Wohnraum gesprochen. Wenn ich einzelne Punkte meines Programms vorgestellt habe, etwa die notwendige Vernetzung des Tourismus entlang des Rheins von Leutesdorf über Neuwied bis Bendorf, kam hier und da die Frage: Reicht das allein denn aus? Wir können und müssen Neuwied für die Notwendigkeiten bis in die Details analysieren, müssen aber eine neue Stadtentwicklung als Gesamtkonzept sehen. Zu diesem Konzept gehören auch der Mittelstand, die Förderung der Betriebe, die Landwirtschaft und der Naturschutz. Kleine und mittelständische Betriebe sind Herz und Motor unserer Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze. Ich will der Wirtschaftsförderung mehr Gewicht geben, damit wir wieder einen tragfähigen Branchenmix bekommen. Wenn wir Ressourcen nutzen, dann muss aber auch die Natur für ein lebenswertes Umfeld Raum bekommen. Diese neuen Wege möchten wir - es wird ja gerade viel darüber diskutiert - zum Beispiel beim Rasselsteingelände durch eine neue Nutzung gehen, die Leben, Arbeit in einem naturnahen Raum mit Lebensqualität verbindet. Mehr als ein Viertel des Stadtgebiets wird nach wie vor landwirtschaftlich genutzt, mehr als ein Drittel ist Waldfläche. Neben der Nutzung und dem Landschaftsschutz ist die regionale Wertschöpfung wichtig, die ich unterstützen will. Mehr direktes Martktgeschehen in der Innenstadt und den Stadtteilen, mehr Regionalität. Der Hof Meerheck geht schon die richtigen Wege, durch seinen Hofladen und durch aktive Beteiligung an der Initiative „Heimat schmeckt“ für die Direktvermarktung. Das sind Kreisläufe, die dem Käufer hochwertige Produkte aus der Stadt liefern und den Betrieben Einnahmen sichern. Die Landwirtschaft liefert uns aber nicht nur Produkte, sondern auch Lebensqualität. Sie sichert und pflegt naturnahe Räume, von den Feldern bis zu Streuobstwiesen. Der Hof Meerheck ist für mich ein gutes Beispiel, weil hier nachhaltig gewirtschaftet wird. Das Futter der Schäferei stammt von eigenen Feldern und Weiden, hinzu kommt Ackerbau und eine kleine Rinderherde. Hier wird eine gute Mischung gefahren, mit der richtigen Balance aus Nutzung und Schutz der Ressourcen. Für mich ein tolles Beispiel, wie Landwirtschaft funktionieren kann. Und eine der tollen Seiten von Neuwied.

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