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Ehrenamt verdient Wertschätzung. Aber kann die Stadt noch mehr für Vereine und Initiativen tun? Viel mehr. Da bin ich sicher. Ich bin seit meiner Jugend selbst aktiv und dieses Projekt ist mir eine Herzensangelegenheit.

400 Vereine gibt es in Neuwied, noch mehr Initiativen und Engagements. Gemeinsam ist ihnen, dass Menschen sich in ihrer Freizeit, oft an Abenden und Wochenenden sich  Brauchtum, Gesang und Kultur, Umwelt- und Tierschutz, Sport, Brand- und Katastrophenschutz, soziale Gemeinschaften, Heimatpflege und viele andere Themen einbringen.

Das kann man unterstützen. Ich meine: Das müssen wir deutlich besser unterstützen.

Warum?

  • Ehrenamt erfüllt die Stadt mit Leben.
  • Es wird hervorragende Jugendarbeit geleistet.
  • Ehrenamtliche machen Neuwied zur sozialen Stadt.
  • Gemeinschaften werden gelebt und der Zusammenhalt gefördert.
  • Es ist eine zutiefst sinnvolle Arbeit.

Wie kann man das besser unterstützen?

  • Ich möchte in der Verwaltung eine Ehrenamtsstelle etablieren, die Vereinen und Initiativen konkrete Hilfen anbietet.
  • Eine zentrale Ehrenamtsbörse kann Interessenten und Anbieter zusammenführen, insbesondere Ansprechpartner. Und immer aktuell: Wo kann ich mich in Neuwied ehrenamtlich engagieren? Welcher Verein, welche Initiative hat Bedarf? Um welche Stellen geht es genau? Wer bietet seine Fähigkeiten an, in welchem Umfang und welche sind das? Das lässt sich alles über eine Online-Plattform viel genauer abbilden als bisher.
  • Ein Ehrenamtsforum soll bestimmte Sachfragen beantworten. Die Stadt kümmert sich um Referenten, die kostenlos – in Seminaren, Fachtagungen und Workshops – Rechtsfragen klärt: Welchen Versicherungsschutz benötigen unsere Helfer? Wie können wir persönliche Haftung vermeiden? Aber organisatorisch gibt es oft Fragen wie etwa zur Buchhaltung. Andere möchten stärker wahrgenommen werden und wollen wissen, wie sie in Presse oder sozialen Medien mehr Aufmerksamkeit erreichen. Das Wissen ist in der Stadt vorhanden: Wir sollten es mit den ehrenamtlich Engagierten teilen.
  • Die Ehrenamtsstelle kann Vereinen Material für Veranstaltungen zur Verfügung stellen: Nicht jeder muss ein Spiel- oder Geschirrmobil kaufen, die Stadt könnte Veranstaltungen auch eine Hüpfburg ausleihen oder bei der Vermittlung von Räumlichkeiten helfen.

Nicht zuletzt geht es auch um finanzielle Hilfe. Ehrenamtliche Helfer zeigen schon oft riesige Kreativität, um sinnvolle Projekte zu realisieren. Da kann auch die Stadt kreativer sein, um Hilfe zu leisten.

  • Die Ehrenamtsstelle sollte gezielt Förderprogramme recherchieren und helfen, die Mittel zu beantragen. Das könnten wir im Onlineportal übersichtlich zusammenfassen.
  • Begeistert haben mich auch Möglichkeiten des sogenannten Crowdfunding: Initiativen stellen auf einer Förderplattform ihre Projekte vor, für die sie Unterstützer brauchen. Spender aus der Bevölkerung und von Unternehmen der Stadt (Crowd) können selbst entscheiden, welches Vorhaben sie unterstützen möchten. Die Projekte werden mit dem Finanzierungsbedarf vorgestellt, die Unterstützung wird nur ausbezahlt, wenn sich bis zu einem gewissen Zeitpunkt genug Spender finden. Ansonsten erhalten die Spender ihr Geld zurück. Das ist keine Spinnerei: In der Stadt Menden, in Düren, Leipzig oder Bielefeld konnte man so tolle Projekt unterstützen, die sonst kaum eine Chance gehabt hätten!

Ehrungen und Anerkennungen für ehrenamtliche Arbeit sind wichtig und richtig. Mir reicht das nicht. Lassen Sie uns gemeinsam mehr tun. Die Stadt braucht sie. Sie hat sie verdient - und wir alle profitieren davon.

Der Hof Meerheck ist nur auf den ersten Blick ein außergewöhnlicher Ort für den heutigen Termin. In den letzten Wochen haben wir viel über die Innenstadt, neue Gewerbegebiete und Wohnraum gesprochen. Wenn ich einzelne Punkte meines Programms vorgestellt habe, etwa die notwendige Vernetzung des Tourismus entlang des Rheins von Leutesdorf über Neuwied bis Bendorf, kam hier und da die Frage: Reicht das allein denn aus? Wir können und müssen Neuwied für die Notwendigkeiten bis in die Details analysieren, müssen aber eine neue Stadtentwicklung als Gesamtkonzept sehen. Zu diesem Konzept gehören auch der Mittelstand, die Förderung der Betriebe, die Landwirtschaft und der Naturschutz. Kleine und mittelständische Betriebe sind Herz und Motor unserer Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze. Ich will der Wirtschaftsförderung mehr Gewicht geben, damit wir wieder einen tragfähigen Branchenmix bekommen. Wenn wir Ressourcen nutzen, dann muss aber auch die Natur für ein lebenswertes Umfeld Raum bekommen. Diese neuen Wege möchten wir - es wird ja gerade viel darüber diskutiert - zum Beispiel beim Rasselsteingelände durch eine neue Nutzung gehen, die Leben, Arbeit in einem naturnahen Raum mit Lebensqualität verbindet. Mehr als ein Viertel des Stadtgebiets wird nach wie vor landwirtschaftlich genutzt, mehr als ein Drittel ist Waldfläche. Neben der Nutzung und dem Landschaftsschutz ist die regionale Wertschöpfung wichtig, die ich unterstützen will. Mehr direktes Martktgeschehen in der Innenstadt und den Stadtteilen, mehr Regionalität. Der Hof Meerheck geht schon die richtigen Wege, durch seinen Hofladen und durch aktive Beteiligung an der Initiative „Heimat schmeckt“ für die Direktvermarktung. Das sind Kreisläufe, die dem Käufer hochwertige Produkte aus der Stadt liefern und den Betrieben Einnahmen sichern. Die Landwirtschaft liefert uns aber nicht nur Produkte, sondern auch Lebensqualität. Sie sichert und pflegt naturnahe Räume, von den Feldern bis zu Streuobstwiesen. Der Hof Meerheck ist für mich ein gutes Beispiel, weil hier nachhaltig gewirtschaftet wird. Das Futter der Schäferei stammt von eigenen Feldern und Weiden, hinzu kommt Ackerbau und eine kleine Rinderherde. Hier wird eine gute Mischung gefahren, mit der richtigen Balance aus Nutzung und Schutz der Ressourcen. Für mich ein tolles Beispiel, wie Landwirtschaft funktionieren kann. Und eine der tollen Seiten von Neuwied.

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Großer Bahnhof bei der Freiwilligen Feuerwehr in Heimbach-Weis! Das traditionelle Feuerwehrfest lockte unzählige Gäste zu geselligen Stunden mit bester musikalischer Unterhaltung von Spielmannszug und Musikverein Heimbach-Weis. Löschzugführer Bernd Essing und seine Kameraden dürfen sich zudem über eine neues Fahrzeug freuen. Die Ausrüstung unserer Wehren in der Stadt ist mir persönlich sehr wichtig, denn die Frauen und Männer sind rund um die Uhr für uns in Bereitschaft. Das kann man nicht hoch genug anerkennen.
In Heimbach-Weis gehört die Feuerwehr als fester Bestandteil des Dorflebens dazu. Das zeigt sich auch beim gemeinsamen Feiern!

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